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Faisal I. (Irak) ArtikelBuch-Tipp: Damaskus im Herzen. Beobachtungen eines syrischen Deutschen Die arabischen Diktaturen am Pranger Der Titel des Buches ist eigentlich schon sein Programm: Rafik Schami, der 1970 Syrien aus politischen Gründen Richtung Deutschland verlassen musste, wandelt "lustvoll" (auch wenn das paradox klingt!) zwischen 2 Welten: der europäischen und der arabischen. Das Buch ist eine Sammlung von Essays und Reden... Faisal I., (* 20. Mai 1883 Taif; †8. September 1933 Bern), war Emir von Mekka, Mitglied des Haschemitischen Königshauses, König von Syrien (1920), König des Irak (1921 – 1933)
Er wird als dritter Sohn Hussain ibn Ali des Scherifen von Mekka geboren. 1913 wird er als Abgeordneter von Djiddains Parlament des Osmanischen Reichs gewählt. 1916 tritt er bei einem Besuch in Damaskus einer Gruppe arabischer Nationalisten, der Al-Fatat bei. Sein Vater wird zu dem gleichen Zeitpunkt als Husein von Mekka König des Hedschas.
Emir Faisal I. eint 1916 die Beduinenstämme gegen die türkische Besatzung und beteiligt sich maßgeblich an den Guerrillaaktionen während des Ersten Weltkriegs gemeinsam mit dem britischen Oberst T. E. Lawrence für die Unabhängigkeit der arabischen Halbinsel. Er kämpft erfolgreich in Palästina und Syrien. 1918 wird Damaskus durch arabische Truppen befreit.
Als Leiter der arabischen Gesandtschaft tritt er auf der Pariser Friedenskonferenz für die Unabhängigkeit der arabischen Emirate vom Osmanischen Reich ein. Am 3.01 1919 unterzeichnet er gemeinsam mit dem Präsident des Zionistischen Weltkongresses (WZO), Dr. Chaim Weizmann das Faisal-Weizmann-Abkommen, im die arabische Seite die Balfour-Deklaration akzeptiert. Durch den syrischen Nationalkongreß wird er am 7. März 1920 zu dem König von Syrien proklamiert. Aufgrund des Sykes-Picot-Abkommens erhält Frankreich jedoch auf der San-Remo-Konferenz in dem April 1920 das Mandat über Syrien vom Völkerbund. Feisal I. wird daraufhin nach der Schlacht von Maysalun am 24.07 1920 durch die Franzosen vertrieben und geht nach Großbritannien in das Exil.
Nach Errichtung des britischen Mandats über Mesopotamien 1919 folgen auch hier blutige Aufstände. Nach einem Plebiszit, bei dem er 96 Prozent erhält, wird er am 23.08 1921 zu dem König des Irak ausgerufen und der Aufruhr damit beendet. Er musste allerdings die britische Herrschaft über den Irak als Mandat des Völkerbundes anerkennen. 1925 wandelt er seine Herrschaft in eine konstitutionelle Monarchie um. 1930 erreicht er endlich die Anerkennung der irakischen Unabhängigkeit durch Großbritannien in einem Freundschaftsvertrag, wobei Großbritannien sich weiter wirtschaftlichen Einfluss und Militärstützpunkte sichert. Erst 1932 wird der Irak in den Völkerbund aufgenommen.
Während eines Aufenthalts in Bern, Schweiz am 8. September 1933 erleidet er einen Herzinfarkt und verstirbt. Sein einziger Sohn Ghazi erbt seinen Thron.
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